Kastrationspflicht und Kennzeichnung für    Freigänger-Katzen im Amt Doberan-Land

In einer Pressemitteilung verkündete das Veterinäramt des Landkreises Rostock, dass der Geltungsbereich der Katzenschutzverordnung des Landkreises Rostock erweitert wurde. Vom 27. Mai an gelte die Verordnung zum Schutz freilebender Katzen auch im Amt Bad Doberan-Land mit den neun Gemeinden.

"Die Verordnung regelt den Umgang mit freilebenden Katzen, legt Pflichten für die Halter*innen von Hauskatzen fest und soll so die unkontrollierte Vermehrung von Katzen verhindern."
Das heißt, Katzenhalter, deren Tiere Freigang haben, müssen diese kastrieren und auch chippen lassen. Wird eine Katze aufgegriffen und der Besitzer ermittelt, trägt dieser die vom Amt veranlasste Kastration und die Kosten für die Unterbringung im Tierheim - bis der Besitzer ermittelt werden konnte. 
Die Erweiterung der Katzenschutzverordnung für das Amt Bad Doberan-Land war zwingend notwendig, weil in einigen Gemeinden die Katzenpopulation erheblich zu genommen hat. 
Die Katzenschutzverordnung findet bisher Anwendung im Amt Schwaan und in der Gemeinde Zehna (Amt Güstrow-Land)  - sie kommt demnach nicht im gesamten Landkreis Rostock zur Anwendung.
 


Appell: Alle Katzenbesitzer sollten ihre                Freigänger kastrieren lassen!

Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus unterstützt die alljährliche Frühjahrsaktion des Tierschutzbundes MV zur Kastration freilebender Katzen. „Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Tier. Lassen Sie ihre Katzen und Kater kastrieren, damit sie nicht zur Vermehrung des Leidens freilebender Katzen in ihrer Umgebung beitragen“, appelliert er an die Besitzer von Freigängerkatzen.

Das Projekt des Landesverbandes des Tierschutzbundes zur Kastration freilebender Katzen läuft seit 2016. Das Land unterstützt dabei mit jährlich 35.000 Euro. „Angenommen jede kastrierte Katze hätte zweimal pro Jahr je fünf Welpen geworfen, so haben die durchgeführten Kastrationen im Laufe der sechs Jahre weit über 20.000 Geburten verhindert“, rechnet er den Nutzen vor.

Gleichzeitig bedauert der Minister, dass er keine rechtliche Handhabe für den Erlass einer landesweiten Kastrationspflicht habe. „Es gibt zwar einige Ansammlungen von freilebenden Katzen in Gartenanlagen, auf Campingplätzen, um landwirtschaftliche Betriebsstellen und in einigen Wohngebieten. Aber wir haben in Mecklenburg-Vorpommern kein flächendeckendes Problem mit freilebenden Katzen, was Voraussetzung für eine landesweite gesetzliche Regelung ist, “ sagt Backhaus.

Der Minister wies jedoch auf die Möglichkeit hin, dass Kommunen per Katzenschutzverordnungen zur Kastration verpflichten können, sofern Gebiete mit Ansammlungen von Katzen in tierschutzwidrigen Lebensbedingungen existieren, deren Populationskontrolle oder Auflösung bisher nicht durch andere Maßnahmen gelungen ist. Diese Möglichkeit werde auch in der neuen Landesverordnung über die Zuständigkeiten im Tierschutz bestehen bleiben, verspricht der Minister.

Ansprechpartner für Katzenkastrationen sind die Ortsvereine des Tierschutzbundes oder das zuständige Veterinäramt des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt.

Hintergrund:

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Katzen auf der Straße. Die Streunerkatzen führen täglich einen harten Kampf ums Überleben. Hungernd und geschwächt, verletzt in Revierkämpfen, vielfach von Parasiten befallen, an Katzenschnupfen leidend vegetieren sie mehr oder weniger vor sich hin. Irgendwann verenden sie qualvoll. Dieses Leiden wird durch eine unkontrollierte Vermehrung potenziert. Das Einfangen-Kastrieren-Freilassen hat sich als die einzig sinnvolle, tierschutzgerechte Methode bewährt, einer unkontrollierten Vermehrung vorzubeugen. Aber es reicht nicht, nur die Streuner zu kastrieren. Auch Freigängerkatzen zeugen Nachwuchs mit den freilebenden Tieren.

Per Katzenschutzgebiets-Ermächtigungslandesverordnung besteht in MV seit 2014 die Möglichkeit, dass die Kommunen nach §13b Tierschutzgesetz Katzenschutzverordnungen erlassen können, die zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von freilebenden Katzen verpflichten.

In MV nutzen das derzeit nur die Hansestadt Rostock und alle Gemeinden aus dem Amtsgebiets Schwaan des Landkreises Rostock.

Das Kastrieren und Chippen einer Katze kostet etwa 120 Euro, das eines Katers etwa die Hälfte. Im Rahmen der Landesförderung von Kastrationsprojekten bei freilebenden Katzen werden pro Katze 50 Euro und pro Kater 25 Euro gefördert.

 


Kampagne Respekt Taube

 Die Stadttaube hat es bei der Abstimmung zum „Vogel des Jahres“ in die Top 10 geschafft! Das freut uns natürlich umso mehr, da wir uns seit fast drei Jahren mit der Kampagne #RespektTaube für die Stadttauben einsetzen. Die anderen Vogelarten haben es natürlich auch verdient zu gewinnen. Auch ist die Stadttaube nicht vom Aussterben bedroht. Doch ihr Leben in den Städten ist alles andere als einfach! Obwohl sie nichts dafür kann, begegnen ihr viele Menschen mit Hass, Abscheu und Ekel. Sie wird verjagt und vertrieben, bespuckt, vergiftet oder verletzt.

Dabei ist sie ein ganz wundervolles Tier, das auf jeden Fall eines verdient hat – Respekt - auch wenn man sie nicht liebt ! Dem Ansehen der Tauben, unserer Kampagne und allen Vereinen, die sich für Tauben einsetzen, würde es in der Kommunikation sehr helfen, wenn die Stadttaube der „Vogel des Jahres“ 2021 werden würde. Wenn Sie das auch so sehen, können Sie bis zum 19. März auf www.vogeldesjahres.de für die Stadttaube abstimmen, damit sie der „Vogel des Jahres“ 2021 wird und sie endlich die Chance auf mehr Ansehen und Respekt bekommt!                                                                     Deutscher Tierschutzbund


Unser Verein stellt sich vor

 

1990 gründeten einige Tierfreunde den Bad Doberaner Tierschutzverein, um sich gemeinsam um die Versorgung von frei lebenden Katzen kümmern zu können. 50 Mitglieder unterstützen derzeit die Tierschutzarbeit mit ihren Mitgliedsbeiträgen und ehrenamtlicher Hilfe.

Frei lebende Katzen versorgen
An aktuell 18 Futterstellen werden zwischen 70 und 80 frei lebende Katzen von unseren Tierfreunden versorgt. Dafür werben wir mindestens zweimal im Jahr Futterspenden ein. Was bisher auch gut funktioniert hat. Für die Transportkosten müssen wir allerdings selbst aufkommen. Dieses Geld wiederum müssen wir über Spenden und Bußgeldzuweisungen einwerben, weil die Mitgliedsbeiträge bei weitem nicht ausreichen. Auch für die medizinische Versorgung und Kastration frei lebender Katzen kommen wir auf. Immerhin sind es 20 bis 25 Katzen/Kater im Jahr.

Wer kann uns dabei unterstützen?

Keine leichte Aufgabe: Die Katzen müssen eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden, von dort wieder abgeholt und eine Nacht betreut werden, bevor sie wieder freigelassen werden können. Das erfordert Zeit, Geduld und Kraft.

Warum ist die Kastration so wichtig?
Eine kleine Rechnung soll die Wichtigkeit der Maßnahme verdeutlichen:

In den zurückliegenden 30 Jahren seit Bestehen unseres Vereins waren es ungefähr 700 Katzen/Kater, die kastriert wurden. Mindestens die Hälfte davon hätte zweimal im Jahr Junge bekommen. Das wären innerhalb von 12 Monaten 350 und das mal 10 - das würden 3500 freilebende Tiere sein. Wir haben durch unsere Arbeit großes Katzenelend in der Stadt Bad Doberan unterbunden.

Bad Doberan, Althof, Vorder Bollhagen, Heiligendamm
Unsere ehrenamtliche Arbeit beschränkt sich auf das Stadtgebiet Bad Doberan und angeschlossene Gemeinden wie Althof, Vorder Bollhagen und Heiligendamm. 
Wir haben keine Auffangstation für entlaufene/ gefundene Tiere und betreiben auch kein Tierheim.


Sie sind uns ans Herz gewachsen


Helfen auch Sie mit einer Spende
... und unterstützen damit unsere ehrenamtliche Arbeit - im Sinne des Tierschutzes und zum Wohle der Tiere.

Spendenkonto Ostsee-Sparkasse:

IBAN: DE59 1305 0000 0505 0056 38           BIC: NOLADE21ROS 

Anschrift:

Tierschutzverein Bad Doberan

Thünenhof 4

18209 Bad Doberan

 

Rufnummer: 0152 57426 777
E-Mail: katz.und.co@web.de

Sprechtag: jeden ersten Mittwoch im Monat,

14.30-15.30 Uhr

Thünenhof 4, 18209 Bad Doberan



"RegistrierDeinTier" 
Jedes Jahr verschwinden tausende Katzen und Hunde spurlos von Zuhause. Viele haben Glück und werden von Tierfreunden gefunden und im Tierheim abgegeben. Aber nur wenn das Haustier gekennzeichnet und registriert ist, kann es eindeutig identifiziert werden und in sein liebevolles Heim zurückkehren. Aus diesem Grund startet der Tierschutzbund beginnend mit dem 16. Mai  eine Kampagne zur Wichtigkeit der Registrierung. Ziel ist es, Haustierbesitzer daran zu erinnern, dass nur ein gekennzeichnetes und registriertes Haustier wieder zurück vermittelt werden kann. Viele nicht registrierte Tiere, die im Tierheim landen, haben keine Chance, ihren Besitzer wieder zu finden. Deshalb wird auch auf den  Social-Media-Kanälen das Thema beworben.  
                                                        Infos: E-Mail: info@findefix.com, www.findefix.com


Mein Haustier - eine App des Deutschen Tierschutzbundes

Du willst nur das Beste für dein Haustier? Es soll gesund bleiben, sicher und glücklich leben, sich einfach rundum wohlfühlen? Dann ist unsere Ratgeber-App der ideale Begleiter für dich und deinen Vierbeiner. Erhalte Tipps, die individuell auf euch zugeschnitten sind: Die Expertinnen und Experten des Deutschen Tierschutzbundes haben Infos aus den Bereichen Haltung, Erziehung, Gesundheit, Ernährung, Reisen, Pflege und Erste-Hilfe zusammengestellt. Und es warten noch weitere Funktionen darauf, dich und deinen Schützling im Alltag zu unterstützen.

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